Home | Kontakt | Impressum
KERSTIN RÖSEL - Blechbläserunterricht und mehr

Häufig gestellte Fragen

Welches Instrument ?

Im Sinne einer musikalischen Bildung ist jedes Instrument das richtige. Mit welchem Instrument ein Mensch aber am glücklichsten wird, muss oft erst herausgefunden werden.



9-jähriger Schüler mit seinem Wunschinstrument,
einer klein gebauten Tenorposaune

Fragen Sie Ihr Kind. Aber bedenken Sie: Erfahrungsgemäß wählen Kinder die Instrumente, die sie aus ihrer Umgebung kennen (was spielen Verwandte oder Mitschüler?) und die großen Instrumente ziehen meist den kürzeren, weil ihre Kinder die Kindervarianten der Instrumente nicht kennen. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit sich auszuprobieren. „Kleine Trompeter“ stellen oft nach einiger Zeit fest, dass sie bessere Hornisten oder Posaunisten wären, und steigen dann gerne auf ein tieferes Instrument um.
Wie wäre es, wenn Sie die Instrumentenfrage nicht vor Beginn des Unterrichts klären, sondern in den ersten Wochen verschiedene Instrumente ausprobieren? Eine Entscheidung wird dann leichter. Und wenn Sie oder Ihr Kind nach einiger Zeit doch lieber ein anderes Instrument spielen möchten, ist das auch kein Problem. Der Wechsel von einem Blechblasinstrument auf ein anderes ist relativ unkompliziert.
Kaufen, mieten, neu oder gebraucht ? Ich berate Sie gern.

In welchem Alter beginnen ?


Heute gibt es für fast jedes Blechblasinstrument eine Kindervariante, die es auch kleineren Kindern ermöglicht, beispielsweise im Alter von etwa 7 Jahren mit dem Hornunterricht zu beginnen. Auch „zu kurze" Arme für die Posaune werden durch technische Erfindungen ausgeglichen. Feste Zahnspangen müssen ebenso wenig ein


8-jähriger Schüler
mit einem Kinderhorn
Hinderungsgrund sein, ein Blechblasinstrument zu erlernen, wie körperliche Behinderungen. Dennoch gibt es einige körperliche und geistige Vorbedingungen, die aber in einem persönlichen Gespräch abgeklärt werden sollten.
Ihr Kind könnte also durchaus noch zu jung sein. Aber wie steht es mit Ihnen? Glauben Sie etwa, Sie seien zu alt? Ich möchte Ihnen hier etwas erzählen, das von meiner Klavierlehrerin an der Musikhochschule in Weimar stammt:

Eine Geschichte für Klavierspieler, die es werden woll(t)en
Viele Menschen, mit denen ich spreche, sagen mir während unseres Gespräches, an der Stelle, an der man sich über seine Arbeit austauscht, ganz spontan:
"Als Kind wollte ich auch immer Klavier spielen, aber..." fehlendes Geld, die Eltern, der Platzmangel in der Wohnung, keine Lust zum Üben, der fehlende Klavierlehrer verhinderten es. "Und jetzt?" - frage ich dann immer. "Sie könnten es doch jetzt noch lernen!" "Ja, Sie haben recht - eigentlich könnte ich das, aber..."
Ich erzähle dann oft die Geschichte meines Großvaters, wahrscheinlich in der Hoffnung, seinen Mut und seine Unbekümmertheit weiterzugeben: Er hat sich mit 70 Jahren noch selbst das Klavierspielen beigebracht. Er spielte für sich die Walzer von Chopin, den Klavierauszug aus seiner Lieblingsoper "Eugen Onegin" - und wurde 89 Jahre alt. Also spielte er 19 Jahre lang Klavier. Er hatte immer Freude an seinem Spiel und hat sich mit 70 Jahren einen Kindheitstraum wahrgemacht.
aus: Irina Jacobson, "Klavierspielen mit der Seele"

Fangen Sie doch einfach früher damit an!

Wie ist das mit dem Üben ?

Sicher hat es sich herumgesprochen, dass man üben muss, um sein Instrument spielen zu können.
Was ist üben? Üben ist wiederholen, immer und immer wieder. Aber ständiges Wiederholen ist noch kein Üben.
Üben muss in einem jahrelangen Prozess gelernt werden, und dazu dient der Unterricht. Ziel des Unterrichts ist es, irgendwann selbständig üben zu können, sein eigener Lehrer zu sein.
Wie oft und wie lange muss man üben?
Diese Frage wird jeder Lehrer anders beantworten. Bei weniger als 4 mal pro Woche mindestens 30 min lang wird sich ein befriedigender Fortschritt allerdings kaum einstellen. Und das stellt für die meisten
Menschen eine große Herausforderung dar.
Sie können Ihre Kinder bei der Bewältigung dieses Pensums unterstützen. Interessieren Sie sich dafür, was Ihre Kinder üben, aber kontrollieren Sie sie nicht ständig. Machen Sie gemeinsam Musik. Ermutigen Sie sie. Und denken Sie daran, wie mühevoll es war, Ihre Kinder dabei zu unterstützen, sich beispielsweise regelmäßig die Zähne zu putzen, Ordnung zu halten oder am Abend vorher den Schulranzen zu packen. Es braucht Konsequenz und Geduld.